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Die Bayern-SPD will den digitalen Wandel der Arbeitswelt mit gestalten

16. Nov. 2014
Die Bayern-SPD will den digitalen Wandel der Arbeitswelt mit gestalten. Das ist die Botschaft des kleinen Landesparteitags der bayerischen Sozialdemokratie in Ansbach. Die Delegierten verabschiedeten einstimmig einen Leitantrag, der Chancen und Risiken der Digitalisierung benennt.

Der Landesvorsitzende der Bayern-SPD, Bundesumwelt- und Baustaatssekretär Florian Pronold, betonte: "Der digitale Wandel betrifft jeden von uns. Es muss unser Anspruch sein, diese Entwicklung zu steuern und zu gestalten." Die Auswirkungen der digitalen Revolution auf Arbeits- und Lebensbedingungen seien für jeden spürbar, fügte Pronold hinzu. In der Arbeitswelt bedeute das nicht nur mehr Freiheiten, sondern auch das Ende der klaren Trennlinie zwischen Arbeitszeit und Freizeit. Pronold: "Viele sind rund um die Uhr verfügbar. Die SPD wird in diesem Prozess der Digitaliserung gebraucht. Denn es drohen neue Formen digitaler Ausbeutung."

Die Bayern-SPD lieferte den Delegierten und den Zuschauern im Livestream statt vorgefertigter Antworten unterschiedliche Perspektiven auf die digitale Arbeitswelt. Prof. Werner Widuckel, der den Leitantrag thematisch mit vorbereitet hatte, betonte in seinem Impulsreferat: "Digitalisierung darf kein ungeregelter Zustand sein. Menschen dürfen nicht zum Wurmfortsatz einer Maschine werden. Damit das gelingt brauchen wir mehr digitale Bildung. Und zwar nicht nur an den Schulen sondern berufsbegleitend ein Leben lang!" Widuckel diskutierte im Anschluss auf dem Podium mit Vertretern der IG-Metall, der Arbeitgeber und der Wissenschaft. Dabei wurden Konfliktlinien deutlich.

Für Bertram Brossardt war der Auftritt auf einem Parteitag der Bayern-SPD eine Premiere. Der Hauptgeschäftsführer der Vereinigung der bayerischen Wirtschaft forderte ein flexibleres Arbeitsrecht. Der geplanten Anti-Stress-Verordnung der Bundesregierung erteilte er ebenso eine Absage wie einem Recht der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer auf Nicht-Erreichbarkeit am Wochenende.

Brossardts Worte quittierten die rund 100 Delegierten und über 90 Gäste des kleinen Parteitags mit deutlichen Unmutsäusserungen. Einig waren sich dann alle wieder bei dem Wunsch nach mehr Datensicherheit sowie der Forderungen nach einem zügigen Ausbau des Breitband-Internets in Bayern.



Das Fazit des lleinen Parteitags zog die Generalsekretärin der Bayern-SPD, Natascha Kohnen: "Der Parteitag ist Auftakt für einen breiten gesellschaftlichen Dialog. Wir müssen diese Debatte über digitale Arbeit entfachen. Nur so erhalten wir Antworten, um die Digitalisierung demokratisch, gerecht und sozial zu gestalten."

Die SPD beschäftigt sich im Herbst 2015 auf einem Bundeskongress mit der Digitalisierung der Arbeitswelt.

Text & Fotos: Bayern-SPD

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